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Die Lebensweise konnte auf Grund der kurzen Existenz des Grýlág noch nicht hinreichend erforscht werden. Das Grýlág hat sich aber erstaunlich schnell in der neuen Umgebung zurecht gefunden. An der Flanke des um Nasenlänge größeren Egadir hat das anlehnungsbedürftige Wesen ein beschauliches Refugium gefunden.
Trotz des unterschiedlichen Körperbaus hat der Egadir das Grýlág sofort als Schicksalsgefährtin akzeptiert und mit ihm einen provisorischen Unterstand bezogen. Da die beiden hinsichtlich der Nahrungsaufnahme unterschiedliche Gewohnheiten beibehalten haben, begnügt sich der Egadir mit Ahornblättern, während das Grýlág an einem versteinerten Stück Lavabrot herumknabbert.
Glücklicherweise war der Austrocknungsprozess bislang nicht rückläufig. Ob das Grýlág auf Grund seiner trollischen Bestandteile eine Bedrohung für seine Umwelt darstellt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden. Es besteht aber die begründete Hoffnung, dass das Grýlág von grundsätzlich gutmütiger Natur ist. Auch dürfte es schon aus anatomischen Gründen nicht in der Lage sein, gröberen Unfug anzurichten. Nicht zuletzt wird der friedliche Egadir mäßigend auf etwaige trollische Anfälle seiner Gefährtin einwirken.
Nachkommen aus der Verbindung zwischen Egadir und Grılág sind nicht zu erwarten.
Ob es allerdings auf Dauer möglich sein wird, ausreichend Nahrungsvorräte für das Grýlág bereitzustellen, muss die Zukunft erweisen. Es nimmt bedauerlicherweise ausschließlich originäres isländisches Lavabrot zu sich und verweigert die Aufnahme hiesiger Nachbackware. Die Gesellschaft zur Reanimierung isländischer Trolle (GRIST) hat sich vorerst verpflichtet, diese beiden einzigartigen Vertreter ihrer Spezies sorgsamst zu pflegen und zu schützen. Spenden werden dankend entgegengenommen.
Die Aufnahme beider in die Weltkulturerbegüterliste wird angestrebt.
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