Im April 1944 wurde das "Heim", das für 30 Kinder geplant war, eingerichtet. Nach deutschen Zeitzeugenberichten war es etwa mit neun bis zwölf Kindern belegt. Zwei wolgadeutsche Schwestern sollen die Kinder fürsorglich betreut haben.
Eine ukrainische Zeitzeugin berichtet von 18 Kindern, unter denen sie ihr Kind wund und voller Ausschlag vorgefunden habe. Gegen Geld hätten die Schwestern das Kind dann gut behandelt. Bei den Standesämtern Morsum bzw. Thedinghausen sind keine Todesfälle verzeichnet.
Quellen / Kontakt / Literatur
Woock, Joachim: Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte im Regionalbereich Verden/Aller (1939-1945), Diss. Hannover 2004, S. 188 ff, 353 f.
Asendorf, Kurt: Heimatbuch Morsum, Weyhe-Jeebel 1986, S. 389, 613.